VSK-D-Junioren werden Dritter

VON CHRISTIAN THIEMANN

Henk Diykstra kommt aus den Niederlanden und ist seit 26 Jahren, also seitdem es den Karl-Schmidt-Cup gibt, immer dabei gewesen. „Bis auf das eine Mal, da war doch irgendein Geburtstag an diesem Wochenende“, bittet er seine Frau um einen Denkanstoß. „Ansonsten war ich immer dabei, von klein auf. Einmal haben wir den Pokal auch mit nach Hause genommen“, erinnert sich Diykstra an den Gewinn seines Vereins ZFC Zuidlaren. In den letzten Jahren sorgte Diykstra vermehrt dafür, dass mehrere holländische Vereine den Weg nach Borgfeld fanden.

„Henk ist einer unserer Vermittler nach Holland und hilft an der Sprechanlage, wenn ich mich an die Holländer richten will“, weiß SCB-Jugendleiter Thomas Kaessler die Hilfe zu schätzen. Überhaupt gab es für Kaessler bei der 26. Auflage wenig zu meckern: „Dieses Jahr haben wir vieles auf mehreren Schultern verteilen können, dadurch wurde das ganze etwas entzerrt und hat dann auch mehr Spaß gemacht.“ 

162 Mannschaften, so viele wie noch nie, waren zu Gast im Wümmestadion und hatten dabei Probleme der besonderen Art bei ihrer Anfahrt. Durch die neu installierte Linksabbiegerspur, deren Ampel nicht mehr als drei Fahrzeuge auf einmal Richtung SCB-Anlage lässt, kamen 70 Mannschaften innerhalb von einer Dreiviertelstunde an, der Rückstau war enorm. Nicht nur Kaessler reagierte mit Unverständnis auf die Regelung mit der neuen Spur und gab an: „Wir haben schon mit der Polizei gesprochen, ob wir da nächstes Jahr nicht eine bessere Möglichkeit finden, den Verkehr zu regeln.“

Der Spieltrieb der Kinder nahm durch die leichte Verzögerung jedoch keinen Schaden, so wurde bei bestem Wetter überwiegend im Gruppenverfahren mit anschließenden Platzierungsspielen um die Pokale gefightet. Eine Mannschaft davon war die D-Jugend des VSK Osterholz-Scharmbeck, die bis zum letzten Vorrundenspiel wie der große Favorit ausgesehen hatte. Mit 8:0-Toren ging es in das letzte Gruppenspiel gegen die aus Rostock stammende LSG Elmenhorst. Trotz der 0:1-Niederlage gegen ging es als Gruppenerster weiter – doch im Halbfinale war Schluss. Der jüngere Jahrgang des TSV Lesum-Burgdamm besiegte den VSK mit 3:2. Im Spiel um Platz drei hatte Schwachhausen dann noch mit 2:0 das Nachsehen. VSK-Coach Otmar Brouwers freut sich aber immer wieder, gegen Bremer Teams spielen zu können: „Die spielen mit viel mehr Einsatz als die Osterholzer Teams. Das kennen meine Jungs so gar nicht, ist aber eine interessante Erfahrung.“ 

Das Team um Torjäger Jan Brukmann ist jüngst in die Bezirksliga aufgestiegen und will auch dort weiter für Furore sorgen. Dass er da so wenige Gegentore bekommt wie in der abgelaufenen Saison, glaubt Torwart Nikolai Süß aber nicht: „Dieses Saison waren es nur drei, aber in der Bezirksliga wird das viel schwerer werden.“ Auch beim Karl-Schmidt-Cup musste der VSK-Keeper nur in zwei Spielen hinter sich greifen. Dass es nicht zum Turniersieg reichte, machte dem Team allerdings nichts aus. Eine Woche zuvor hatte der VSK das Turnier beim FC Burg gewonnen, da war Süß übrigens ganz ohne Gegentor geblieben. 

Kurz vor dem Beginn des Feuerwerks am Sonnabend kamen zu den Feierlichkeiten passenderweise die A-Junioren vorbei, die kurz zuvor den Regionalliga-Aufstieg perfekt gemacht hatten. Kaessler mit einem Zwinkern: „Ich habe ihnen gesagt, das Feuerwerk sei nur für sie bestimmt.“ Die über 300 Übernachtungsgäste erfreuten sich ebenso an dem Spektakel. Und Kaessler ließ durchblicken, dass das Feuerwerk wohl fester Bestandteil des Turniers wird. „Wir wollen damit mehr Leute auch über Nacht hier in Borgfeld halten“, so Kaessler.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 30.06.2015